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Dienstag, 8. Mai 2012

Die Mär vom passiven Einkommen

Der Wunsch nach passivem Einkommen ist regelmäßig unfair und ungesund!

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie werden gemerkt haben, dass ich eine Pause eingelegt hatte. Mehrere Gründe, vor allem ein runder Geburtstag. 60, da geht man üblicherweise in Rente.

Statistisch gesehen, haben die Menschen, die das 60. Lebensjahr erreicht haben,
noch gut weitere 30 Jahre vor sich. Wie sichert man sich in heutigen Zeiten die
Finanzierung dieser Zeit? Oder überhaupt, wie kommt man an das Geld,
das die berühmte finanzielle Freiheit und die Erfüllung aller Träume bringt?

Manche von Ihnen mögen wissen, dass ich auch einmal sehr intensiv in
Networkmarketing involviert war. Sehr schnell wurde ich die Nr. 1 in Europa.

Natürlich war auch bei mir der Traum der finanziellen Freiheit vorhanden,
doch es gab mehr. Oft wurde ich gefragt, was das Geheimnis meines schnellen
und großen Erfolges war. Mit den Antworten waren die meisten nicht zufrieden.

Ich schreibe heute zu diesem Thema, weil ich gerade in dieser Woche auf Xing
diese Aussage gelesen habe:

"Es gehört zur Lehre der Erfolgreichen, sich ein passives Einkommen aufzubauen. 
 Passiv heißt für mich aber, ich muss nichts verkaufen oder es muss von alleine 
 gehen. Die meisten Angebote fallen damit wieder weg."

Toll, es soll von alleine gehen. In welcher Welt soll dies denn gehen?
Wer das glauben will, kann nur ausgenutzt werden.
So war denn auch mein Ansatz im Network, es ist work!
Es heisst nicht Nethope oder Netwish, es ist work - nur netter!
There is no free lunch, sagen die Amis.

Und wie wäre es denn, mal zu Ende gedacht, wenn es für alle wirklich ohne
"Arbeit/Aktivität" gehen sollte? Wo soll das Geld denn herkommen?
Irgendwer muss doch "arbeiten - etwas tun"!

Mal konsequent vorgestellt, keiner tut mehr etwas: kein Müll wird weggeräumt,
keiner pflanzt mehr etwas an, keiner pflegt den Garten, etc.. Wir würden verhungern,
wenn wir nicht schon vorher in der eigenen Scheisse ersticken.

Interessant ist bei den Networkern, die diesen oben zitierten Wunsch verbreiten,
dass sie aber wollen, dass in der Firma, für die sie arbeiten, Angestellte täglich
pünktlich zur Arbeit erscheinen, die Aufträge abwickeln und den Bonus überweisen.

Also, deshalb ist der Wunsch des passiven Einkommens, so wie er vielfach
dargestellt wird, sehr unfair, wenig spirituell, und regelmäßig zum Scheitern verurteilt.

Ja ich weiss, es gibt zu jeder Regel Ausnahmen.
Ja ich weiss, es gibt Lottogewinner.
Ja ich weiss, es gibt Erben, die in den Wohlstand geboren werden.
Ja ich weiss, es gibt Glückstreffer bei Aktienspekulationen.

Aber ich weiss auch, dass kaum jemand von Ihnen den Wohlstand halten kann, und
es nur ganz wenige (Promillesatz) gibt, die es dauerhaft halten können.
Aber all diese sind auf die Arbeit von anderen angewiesen.

Die meisten Menschen haben auch eine Fehlvorstellung vom Millionärdasein.

Denken doch viele, dann müssten sie nichts mehr tun. Wer sein Geld nicht gut
verwaltet, wird es verlieren. Geldverwalten ist Arbeit!
Einen schönen Garten gewinnen, ist eine Sache, ihn dauerhaft schön zu halten,
geht ohne Arbeit nicht!

So räumen wir mit dem Irrtum mal auf!

Was die meisten, die vom passiven Einkommen träumen, erhoffen, ist eine Welt
als Schlaraffenland. Unterm Baum liegen und nur den Mund aufmachen.

Es geht im Leben nicht darum ins Schlaraffenland zu kommen.
Erstrebenswert ist es, ins Paradies zu kommen!
Da muss ich vielleicht nicht dafür konkret arbeiten, was mich ernährt.
Da mag es schon Früchte geben, von denen ich leben kann.
Aber "arbeitsfrei" ist es nicht!

Es geht immer darum, etwas zu tun. Etwas zu geben.
Napoleon Hill hat in seinem Klassiker "Denke nach und werde reich" intensivst
darauf hingewiesen, dass wir jeden erdenklichen Wohlstand haben können, aber
dass es enorm wichtig ist, sich darüber im Klaren zu sein,
was wir der Welt dafür geben wollen.

Ich nenne es simple Fair Exchange!

Wenn du viel Wert gibst, kannst du auch viel zurückbekommen.
Und nicht alles wird wechselseitig in Cash gemessen. 
Usevalue und Cashvalue müssen fair sein! Oder echtes Win Win!
Je mehr wir haben wollen (und behalten!), desto mehr müssen wir geben können.
Ja ich weiss, es gibt Mafia, Fifa, kleine Dealer und Diebe.
Wir werden immer wieder auch Unfaires sehen.

Dauerhafter Wohlstand - Paradies - geht anders:
  1. es heisst nicht passives Einkommen - dies ist irreführend. Die Erfolgreichen wollen dies gar nicht. Sie arbeiten of hart und wollen ein wiederkehrendes Einkommen (residual income) für das sie nicht immer im operativen Bereich arbeiten. (Beispiele: Buffett, 80 Jahre und arbeitet, macht seine Partner reich; Branson, 250 Firmen, Steve Jobbs, Muhammad Yunus und viele mehr)
  2. die obigen Beispiele haben ihr Paradies geschaffen. Oder wie ich es zu sagen pflege, sie haben ihren Purpose klar und leben ihn, arbeiten....
 Ich mag es mal so darstellen:




Es geht darum, im rechten oberen Quadranten zu leben. 

Dies bedeutet aktiv sein! Tun! Das Verb leben ist ein Tu-Wort!

Rente ist ein falsches Konzept. Leben bedeutet, dass zu tun, was dem
Purpose entspricht, es so lange aktiv zu leben, so lange man lebt,
gleich wie viel Geld man besitzt.
Es wäre aber auch das, was man tut, wenn man kein Geld hat. 


Geboren werden wir alle im linken oberen Quadranten (egal wie viel Geld
die Eltern haben). In der Erziehung werden wir dann meistens "unterdrückt,
runtergedrückt" in den linken unteren Quadranten.

Da fühlen wir uns dann unfrei und hoffen auf die Lösung auf der rechten Seite.
Und weil wir es nicht besser wissen, uns selbst nicht mehr spüren, arbeiten wir,
hoffen auf "passives" Einkommen. Das, was wir da erträumen ist dann
meist im rechten unteren Quadranten. Selbst wenn wir dann fremdbestimmt
viel Geld machen (bin da auch durch) ist es kaum zu halten bzw. es fehlt die
Erfüllung und kann krank machen.

Das Ideal, das Paradies, ist im linken oberen Quadranten. 
Arbeiten, das tuen, was Erfüllung bringt. Geld kann dann auch noch aus anderen
Quellen dazu kommen, um uns zu unterstützen,
wenn wir etwas Wert-volles in die Welt zu bringen.

Purpose entdecken - Vision definieren - profitabel agieren 

darum geht es! 

Aber die Gesellschaft hat uns nicht richtig nicht richtig darauf vorbereitet,
wirklich im oberen rechten Quadranten erfolgreich zu sein.
Darum unterstützen wir Menschen, genau dort erfolgreich zu leben.
Über die Coach-Ausbildung bzw. die Mastermindgruppen
im  Brain-Trust-Mentoring.

Gerade heute hatten wir wieder einen Workhshoptag.

Productivity - wie man den "Gummi auf die Straße bekommt" war das Thema,
oder" Getting Things Done"! Aber vor allem ging es um die Freiheit, die Fähigkeit
überdurchschnittlich produktiv zu sein, um die Dinge, die das so genannte
Arbeiten zum Leben im Paradies machen!

Herzlichst

Wolfgang G. Sonnenburg
winning for life


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Mittwoch, 3. August 2011

Darf es mir deutlich besser gehen als meinen Eltern?

"Eingebildete Verbrechen" ist ein Buchtitel amerikanischer Psychologen, die sich intensiv damit beschäftigt haben, welche Schuldgefühle bei Kindern bzw. den späteren Erwachsenen entstehen, wenn es ihnen besser geht als ihren Eltern.

Besser in welcher Hinsicht? In jeder!
Mehr Gesundheit, mehr Glücksgefühl und vor allem mehr Geld bzw.
eine andere bessere berufliche Position.

Es geht darum, dass Kinder es oft, zumindest unbewusst, als ein Vergehen, als Verrat, betrachten, wenn es Ihnen besser geht als ihren Eltern.
Intellektuell wissen wir zwar, dass man nicht immer in die Fußspuren eines anderen treten kann, wenn man überholen möchte. Doch wenn wir unbewusst ein Programm haben, dass uns dies verbietet, werden wir es nicht tun.

In der vergangenen Woche hatte ich mehrere Gespräche und auch einen Workshop, in dem sich die Titelfrage als ein Hauptthema herauskristallisierte. In der Bibel steht sinngemäß, was du tust, welches Energiefeld du baust, wirkt bis in die vierte Generation. Familienaufstellungen zeigen auf, wie die Herkunfstfamilie auf uns wirkt, bzw. welchen Energiefeldern wir uns "unterworfen" haben.
Und Familienmuster wiederholen sich.

Im Workshop stellte ich die Frage, wer verdient das 10fache seiner Eltern?
Keine/r. Wer das fünffache, wer das dreifache? Kaum eine/r.

Es geht nicht einfach darum mehr zu verdienen. Jeder soll so viel verdienen, wie er wirklich möchte und dies muss ja nicht das zehnfache der Eltern sein.
Wichtig ist nur, bist du frei genug es zu tun?
Wie sagte Karl Valentin:
"Mögen haben wir schon gewollt, aber dürfen haben wir uns nicht getraut."

Wenn es heisst, Grossvater schaffte beim Daimler, Vater schaffte beim Daimler und nun der Sohn auch, dann kann dies bedenklich sein. Kann keiner mehr "ausbrechen"? Immer mehr gibt es dritte Generationen in Sozialhilfe. Da sehen wir das Problem deutlicher.

Diese Problematik ist nicht rein auf die Familie bezogen.
Im Networkmarketing z.B. habe ich es so oft gesehen, dass Frauen es schwer haben, mehr zu verdienen als ihr Mann mit seiner beruflichen Tätigkeit und nur sehr wenige "überholen" Ihren Sponsor und erreichen und verdienen deutlich mehr.

Man kann sogar oft sehen, dass wenn die "Gefahr" des Überholens droht, deutlich abgebremst wird bzw. auch bei Erfolg das System verlassen wird. Unbewusst wirkt immer noch das Verbot, es darf mir nicht besser als meinen Eltern gehen und dies wird unbewusst auch auf Sponsoren und Up-line übertragen.

Wie oft sehe ich es im Network, dass man sich unter dem Sponsor in einem Rang unter seinem festsetzt und sich gleich Gruppen festfahren. Oft ist zu sehen, dass die Bibel recht hat. Wenn es wider Erwarten dann doch größeren Erfolg in der Tiefe gibt, dann erst wieder nach dem vierten Glied.

Und gerade im Network heisst es oft, wir wünschen uns Partner, die erfolgreicher sind als wir.
Stimmt dies wirklich? Oder ist es vielleicht auch so, wie ich es zu hause erlebt habe: "Ich will ja nur dein Bestes!" Und als ich dann erstmalig viel Geld verdiente und ein großes Auto fuhr: "Ich hoffe dies geht auch alles mit rechten Dingen zu." Und schon wurde wieder das Programm "Nicht überholen" angesprochen!

Nun ich selbst habe es gemacht, aus den Fussstapfen meiner Vorfahren herauszutreten. Daher weiss ich auch, welche Energie es brauchte bzw. immer wieder braucht, um nicht an neuer Stelle stehen zu bleiben. Dies bezieht sich nicht nur auf das Thema, darf ich mehr. Bei mir war es sogar so, dass ich wohl mein ganzes Bürohaus mit den Kanzleien aufbaute, um meinem Vater etwas zu beweisen, um Anerkennung zu bekommen. Deshalb konnte ich dies auch alles wieder aufgeben und auf einem anderen Wege den Erfolg mit dem gewünschten Leben verknüpfen.


Die Psychologen nannten ihr Buch "Eingebildete Verbrechen". Eingebildet und nicht wirklich.
Es ist kein Vergehen, wenn wir weiter gehen. Es gilt darauf zu achten, dass wir nicht unterbewusst uns etwas einbilden und dann nicht gehen.

Es ist allenfalls ein Verbrechen, dass die Gesellschaft, Schule, etc.. uns nicht bewusst, richtig bewusst darauf aufmerksam macht, dass wir schon in dritten Generation das Gleiche tun. Nun nicht jeder schafft in der dritten Generation beim Daimler. Aber wie viele schaffen schon in der dritten Generation für eine Bank. Wir sind es so gewohnt und nehmen es als so normal Kreditzinsen zu bezahlen. Hypothekenzinsen übersteigen meist in der gesamten Kreditlaufzeit den Darlehensbetrag. Und wir arbeiten für die Bank.... In der wie vielten Generation?

Wer immer in die Fussstapfen eines anderen tritt, kann nicht überholen.
Und lebt damit oft ein Leben eines anderen.

In diesem Sinne, viel Freude auf der Überholspur!


Herzlichst
Ihr

Wolfgang G. Sonnenburg


winning for life